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Nachrichtenübersicht

ÜBERBLICK am Mittag/Konjunktur, Zentralbanken, Politik

12.09.2018 - 13:30:48
Die wichtigsten Ereignisse und Meldungen zu Konjunktur, Zentralbanken, Politik aus dem Programm von Dow Jones Newswires

Industrie in der Eurozone drosselt Produktion spürbar

Die Industrie im Euroraum hat ihre Produktion im Juli spürbar gedrosselt. Wie die europäische Statistikbehörde Eurostat mitteilte, sank die Produktion (ohne Bauwirtschaft) gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt um 0,8 Prozent. Volkswirte hatten nur einen Rückgang um 0,4 Prozent erwartet. Auch im Juni war die Produktion um 0,8 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahr lag die Industrieproduktion im Juli um 0,1 Prozent niedriger. Volkswirte hatten dagegen mit einem Zuwachs um 1,2 Prozent gerechnet.

BMWi: Wirtschaft trotz protektionistischer Tendenzen in solidem Aufschwung

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) hat der deutschen Wirtschaft einen auch im zweiten Halbjahr anhaltenden Aufschwung attestiert, jedoch zugleich auf unterschiedliche Signale für die bevorstehende Entwicklung hingewiesen. "Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem soliden Aufschwung, trotz protektionistischer Tendenzen in der Weltwirtschaft", erklärte das Ministerium in seinem neuen Monatsbericht.

Verbraucherzentrale klagt in Kooperation mit ADAC gegen VW

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der ADAC haben eine Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG (VW) wegen der Abgas-Affäre angekündigt. "Der vzbv wird in Kooperation mit dem ADAC am 1. November 2018 eine Musterfeststellungsklage gegen die Volkswagen AG einreichen", kündigte der Verband in einer Pressemitteilung an. Ziel sei die Feststellung, "dass Volkswagen mit der Software-Manipulation Kunden vorsätzlich sittenwidrig geschädigt und betrogen hat und betroffenen Käufern Schadenersatz schuldet".

EZB teilt bei Dollar-Tender 99,0 Millionen zu

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrem Dollar-Tender mit einer Laufzeit von sieben Tagen 99,0 Millionen US-Dollar an drei Banken zugeteilt. In der Vorwoche hatten zwei Banken eine Summe von 90,3 Millionen nachgefragt und erhalten. Der Tender hat wie in der Vorwoche einen Festzinssatz von 2,42 Prozent.

Opec steigert Ölförderung vor dem Embargo gegen Iran

Die Ölförderung der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) ist im August gestiegen, was ein Zeichen dafür ist, dass das Rohstoffkartell an der Entscheidung festhält, in diesem Sommer mehr Rohöl zu pumpen, nachdem die Produktion mehr als ein Jahr lang zurückgehalten wurde. Anfang November tritt das Ölembargo der USA gegen den Iran in Kraft, was das weltweite Ölangebot deutlich beschränken könnte. Die Rohölförderung der Opec stieg im August gegenüber dem Vormonat um 278.000 Barrel pro Tag.

Merkel: Flüchtlingsfrage schwieriger zu lösen als Eurokrise

Die Flüchtlingsfrage ist nach Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel schwieriger zu lösen als die Eurokrise vor vielen Jahren. Das Thema werde die Europawahl im Mai 2019 dominieren und die Politik werde sich daran messen lassen müssen, ob sie dieses Problem in den Griff bekomme, erklärte die CDU-Vorsitzende am Mittwoch bei der Generaldebatte im Bundestag. Gleichzeitig verurteilte Merkel erneut Hetze gegen Ausländer.

Juncker will höhere Steuern für Internetkonzerne bis zur Europawahl

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker macht Druck für die Einführung höherer Steuern für Internetkonzerne bis zur Europawahl im Mai nächsten Jahres. Internetgiganten wie Amazon, Facebook oder Google müssten dort Steuern zahlen, wo ihre Gewinn erwirtschaftet werden, forderte Juncker in seiner Rede zur Lage der EU in Straßburg. "Die Wähler wollen, dass die Vorschläge der Kommission umgesetzt werden", sagte der Luxemburger. "Die, die das wollen, haben absolut recht", ergänzte er.

Juncker will 10.000 EU-Grenzschüzer gegen illegale Migration

Die EU-Kommission will den Schutz der Außengrenzen der Europäischen Union deutlich stärken. Kommissionschef Jean-Claude Juncker will deshalb bis 2020 die Zahl der EU-Grenzbeamten auf 10.000 aufstocken, wie er in seiner Rede zu Lage der Union in Straßburg ankündigte. Heute arbeiten 1.500 Grenzschützer für die EU. "Die Außengrenzen müssen effizienter geschützt werden", sagte Juncker.

Juncker: Abschaffung der Zeitumstellung in der EU im kommenden Jahr

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat die Abschaffung der Zeitumstellung für das kommende Jahr angekündigt. Die Europäer würden nicht zufrieden sein, wenn aufgrund europäischer Regulierungen weiterhin zwei Mal im Jahr die Zeit umgestellt würde, sagte Juncker in seiner Rede zur Lage der Union in Straßburg. Die Entscheidung, ob sie die Sommer- oder die Winterzeit behalten wollen, sollen die Mitgliedstaaten demnach selbst treffen.

EU-Parlament stärkt Rechte von Künstlern und Kreativen gegen Internetkonzerne

Das EU-Parlament hat die Rechte von Künstlern, Journalisten, Filmemachern und anderen Kreativen gegenüber den großen Internetgiganten gestärkt. Die Abgeordneten stimmten in Straßburg für eine Novelle des Urheberrechts. Sie soll es an die Geschäftsmodelle von Internetdiensten, wie beispielsweise Suchmaschinen und Videoplattformen, anpassen. "Das war ein gutes Zeichen für die Kreativindustrie in Europa", sagte der zuständige Berichterstatter für das Gesetz, Axel Voss.

Frankreich muss Defizitprognose nach oben korrigieren

Wegen des schwachen Wachstums muss Frankreich seine Defizitprognose deutlich nach oben korrigieren: 2019 werde die Neuverschuldung wieder auf 2,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) ansteigen, erklärte Wirtschaftsminister Bruno Le Maire in Paris. Das sind 0,2 Prozentpunkte mehr als bisher geplant. "Wir bleiben aber unter der Drei-Prozent-Marke" der EU, betonte er. Frankreich sei gegenüber den Partnern weiter um "Glaubwürdigkeit" bemüht.

Putin bietet Japan Friedensvertrag "ohne Vorbedingungen" an

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Japan angeboten, bis Ende des Jahres einen Friedensvertrag "ohne Vorbedingungen" zu schließen. "Lasst uns bis Ende des Jahres einen Friedensvertrag ohne jede Vorbedingungen abschließen", sagte Putin bei einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok, an dem auch der japanische Regierungschef Shinzo Abe teilnahm.

+++ Konjunkturdaten +++

US/MBA Market Index Woche per 7. Sep -1,8% auf 337,4 (Vorwoche: 343,5)

US/MBA Purchase Index Woche per 7. Sep +0,9% auf 233,5 (Vorwoche: 231,4)

US/MBA Refinance Index Woche per 7. Sep -5,9% auf 884,3 (Vorwoche: 940,0)

DJG/DJN/AFP/apo

END) Dow Jones Newswires

September 12, 2018 07:30 ET (11:30 GMT)

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