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dpa-AFX: Aktien Frankfurt: Dax kommt wieder vom Jahreshoch zurück

20.02.2019 - 12:11:02
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich am Mittwoch im Plus
gehalten. Nachdem der deutsche Leitindex am Vormittag ein Jahreshoch von knapp
11 414 Punkte erreicht hatte, ließ der Schwung zuletzt wieder etwas nach. So
rückte das Börsenbarometer bis zum Mittag noch um 0,20 Prozent auf 11 332,17
Punkte vor. Als Kursstütze verwiesen Börsianer auf gute Nachrichten von den
Unternehmen Fresenius und FMC sowie auf positive Impulse von den asiatischen
Handelsplätzen.

"Die Vorsicht der Anleger kommt nicht unerwartet - der Markt steht an einer
Verkaufszone, an der seit einigen Wochen immer wieder Gewinnmitnahmen
dominieren", schrieb Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar.
Noch bestünden aber aus charttechnischer Sicht gute Chancen für einen Ausbruch
nach oben.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen hingegen litt etwas
unter negativ aufgenommen Geschäftszahlen und gab um 0,07 Prozent auf 24 358,22
Punkte nach. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 stand minimal
im Plus.

Der Medizinkonzern Fresenius steigerte trotz Schwierigkeiten
im Klinikgeschäft und bei seiner Dialysetochter FMC im
vergangenen Jahr Umsatz und Konzernergebnis etwas stärker als gedacht. FMC will
zudem nach dem schwierigen Jahr die Investoren mit einem Aktienrückkaufprogramm
bei der Stange halten. Die Papiere von Fresenius gewannen 2,55 Prozent, während
die Aktien von FMC an der Dax-Spitze um fast 5 Prozent anzogen.

Im MDax büßten die Anteilsscheine des Mobilfunknetzbetreibers Telefonica
Deutschland (O2) anfängliche Gewinne schnell ein und fielen
zuletzt am Index-Ende um fast 3 Prozent. Zwar habe der Gesamtumsatz die
durchschnittliche Markterwartung übertroffen, doch habe der Umsatz mit
Mobilfunkdienstleistungen kaum zugelegt, schrieb Analyst Julio Arciniegas von
der Royal Bank of Canada. Ein Händler wies zudem darauf hin, dass die
vorgeschlagene Dividende nicht vollständig durch den freien Mittelzufluss
gedeckt sei.

Brummende Geschäfte mit neuen Antrieben und Wartung bescherten dem Münchner
Triebwerksbauer MTU 2018 trotz Verzögerungen beim Airbus
A320neo ein Rekordjahr. Allerdings habe der freie Mittelzufluss
enttäuscht, schrieb Analyst David Perry von der US-Bank JPMorgan. Die Aktien
schwankten im Handelsverlauf stark und verloren zuletzt knapp 2 Prozent.

Schlusslicht im Nebenwerte-Index SDax waren die Papiere von
Dialog Semiconductor , die um mehr als 6 Prozent absackten. Ein
Händler verwies auf einen skeptischen Kommentar des Bankhauses Lampe mit Blick
auf das erste Quartal des Apple-Zulieferers . Demzufolge habe
eine Analyse der Lieferketten gezeigt, dass Dialog beim Umsatz hinter der
durchschnittlichen Markterwartung zurückbleiben dürfte. Eine starke
iPad-Nachfrage könnte die Schwäche beim iPhone wohl nicht ausgleichen.

Darüber hinaus knickten die Anteilsscheine des Autozulieferers ElringKlinger nach einem schwachen Geschäftsausblick um mehr als 9 Prozent ein
und erreichten damit das Niveau von 2009. Der Ausblick für das laufende Jahr
liege rund 30 Prozent unter den durchschnittlichen Markterwartungen, schrieb
Analyst Christoph Laskawi von der Deutschen Bank.

Eine Gewinnwarnung schickte die Papiere des Windkraftanlagenbauers Senvion
gar um mehr als 21 Prozent in den Keller. Zwischenzeitlich waren
die Anteilsscheine auf ein Rekordtief von 1,148 Euro abgesackt. Das mit einem
schwierigen Branchenumfeld kämpfende Unternehmen hatte auf Basis einer
vorläufigen Prüfung selbst die erst im November reduzierten Jahresziele nicht
erreicht./la/fba

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