Bank für Kirche und Diakonie eG - KD-Bank

Bitte mindestens 3 Zeichen eingeben.

Nachrichtenübersicht

Suchergebnis: 600 Treffer für Corona (Kategorie "Alle", Zeitraum 1 Woche)

OTS: KfW / KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen ...

07.06.2021 - 10:03:22
KfW-ifo-Mittelstandsbarometer: Kleine und mittlere Unternehmen
startklar für die Erholung
Frankfurt am Main (ots) -

- Stimmung im Mittelstand hellt sich im Mai dank viel besserer Erwartungen
deutlich auf
- Großunternehmen beurteilen ihre aktuelle Geschäftslage erheblich günstiger
- Erstmals seit zwei Jahren Beschäftigungspläne beider Unternehmensgrößenklassen
expansiv

Die dritte Corona-Welle ist gebrochen, der Anteil der Geimpften in der
Bevölkerung steigt, in immer mehr Regionen bestehen konkrete Aussichten auf
anhaltende Lockerungen des öffentlichen Lebens. Angesichts dieser guten
Nachrichten hellt sich die Stimmung in den mittelständischen Unternehmen rasant
auf: Ihr Geschäftsklima steigt um 6,3 Zähler auf 5,7 Saldenpunkte und ist damit
erstmals seit Pandemiebeginn wieder positiv. Getragen wird der jüngste Anstieg
vor allem von einem viel optimistischeren Blick auf die kommenden sechs Monate:
Die Mittelständler korrigieren ihre Geschäftserwartungen um außerordentliche 8,8
Zähler nach oben auf 11,3 Saldenpunkte - und damit den höchsten Stand seit vier
Jahren. Die Geschäftslageurteile steigen gleichzeitig um 3,8 Zähler auf -0,3
Saldenpunkte.

In den Großunternehmen zieht die Stimmung im Mai ebenfalls weiter an, allerdings
wie schon im April allein getrieben von nochmals deutlich besseren Urteilen zur
aktuellen Geschäftslage (+5,3 Zähler auf 10,5 Saldenpunkte). Demgegenüber geben
die Geschäftserwartungen geringfügig um 1,0 Zähler nach, halten sich aber mit
12,4 Saldenpunkten weiter auf einem hohen Niveau. Hinter dieser Konsolidierung
der Erwartungen dürften die aktuellen Engpässe bei wichtigen Vorleistungsgütern
und Rohstoffen stehen, weswegen die Produktion der Unternehmen mit der
wachsenden Nachfrage vorerst nur unvollständig Schritt halten kann. Unter dem
Strich steht für die Großunternehmen ein Plus von 2,1 Zählern beim
Geschäftsklima auf jetzt 11,7 Saldenpunkte. Damit ist es weiterhin klar höher
als im Mittelstand, der Vorsprung hat sich gegenüber April jedoch fast halbiert.

Auch zwischen den einzelnen Wirtschaftsbereichen haben sich die
Geschäftsklimaunterschiede im Mai tendenziell angenähert, wobei das
Stimmungsniveau in fast allen Branchen und Unternehmensgrößenklassen steigt.
Neben dem Großhandel melden insbesondere pandemiebedingt bislang stark
eingeschränkte Segmente der Wirtschaft wie der mittelständische Einzelhandel und
die Dienstleistungen deutliche Verbesserungen. Die weiteren Aussichten für
Binnenbranchen wie den Einzelhandel sind gut, denn auch am Arbeitsmarkt deutet
sich nun eine Besserung an. So steigen die Beschäftigungserwartungen der
Mittelständler im Mai um 5,3 Zähler auf 8,6 Saldenpunkte und diejenigen der
Großunternehmen um 3,6 Zähler auf 3,2 Saldenpunkte. Erstmals seit zwei Jahren
sind die Beschäftigungspläne damit in beiden Unternehmensgrößenklassen
gleichzeitig wieder positiv. Ein großer Beitrag hierzu kommt von den besonders
auf Sozialkontakte angewiesenen Dienstleistungen, die mit der Lockerung der
coronabedingten Einschränkungen ihren Personalbestand wieder hochfahren dürften.

"Die Konjunkturampel springt auf Grün, die Unternehmen blicken zuversichtlich
nach vorn und sind startklar für die Erholung", kommentiert Dr. Fritzi
Köhler-Geib, Chefvolkswirtin der KfW, die Ergebnisse des
KfW-ifo-Mittelstandsbarometers im Mai. "Parallel zur steigenden Stimmung in der
Wirtschaft schalten die betrieblichen Beschäftigungspläne auf Expansion. Das
macht viel Hoffnung !" Bei aller Zuversicht sei aber nach wie vor Vorsicht
nötig: "Mit zu raschen Lockerungen könnte Deutschland riskieren, die jüngsten
Erfolge bei der Eindämmung der Pandemie wieder zu verspielen. Bei behutsamer
Öffnung bin ich zuversichtlich, dass die deutsche Wirtschaft im weiteren
Jahresverlauf dank Nachholeffekten bei den Dienstleistungen und einer
zunehmenden Entspannung bei den Vorleistungsengpässen im Verarbeitenden Gewerbe
einen kräftigen Wachstumsschub erhält. 2021 dürfte das Bruttoinlandsprodukt
trotz des misslungenen Jahresstarts um 3,5 % wachsen, 2022 dann sogar um 4,0 %."

Das aktuelle KfW-ifo-Mittelstandsbarometer ist abrufbar unter
http://www.kfw.de/mittelstandsbarometer

Pressekontakt:

KfW, Palmengartenstr. 5 - 9, 60325 Frankfurt
Kommunikation (KOM), Christine Volk
Tel. +49 (0)69 7431 3867, Fax: +49 (0)69 7431 3266,
E-Mail: mailto:christine.volk@kfw.de, Internet: http://www.kfw.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/41193/4934216
OTS: KfW


Quelle: dpa-AFX
Seitenanfang