Volksbank eG, Wolfenbüttel

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Volksbank eG, Wolfenbüttel - 18.12.2018

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Tagesausblick 18.12.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Vorbörslich zeichnen sich zur Eröffnung am Dienstag Abgaben an den Aktienmärkten ab.
Belastend wirken erneut negative Vorgaben von Wall Street und aus Asien. Im Japan hat die Regierung
die Wachstumsprognose gesenkt. Die Senkung unterstreicht die bereits bestehenden Wachstumssorgen
der Anleger. Am Vortag war der Empire State Index deutlich unter den Erwartungen ausgefallen, in
der Vorwoche hatten Daten aus China und der EU teils stark enttäuscht. Im Tagesverlauf wird der
deutsche ifo-Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Analysten rechnen mit dem vierten Rückgang in
Folge. Ihren Schatten voraus wirft die geldpolitische Entscheidung der US-Notenbank am Mittwoch. Im
Vorfeld dürfte sich verstärkt Kaufzurückhaltung breitmachen. Eine Zinserhöhung - die vierte im
laufenden Jahr - gilt als ausgemacht. Spannender dürfte daher der Zinsausblick 2019 werden.

Rückblick: Leichter - Mit der sich erholt startenden Wall Street kamen die Kurse diesseits des
Atlantiks von den Tagestiefs zurück. Anleger warteten auf die geldpolitische Entscheidung der Fed
am Mittwoch. Eine Zinserhöhung gilt als ausgemacht. Was die Anleger allerdings mehr umtreibt, ist,
wie es 2019 weitergeht. Eine Gewinnwarnung von Asos schürte Ängste vor einem branchenweit
schlechten Weihnachtsgeschäft. Asos brachen um 37,6 Prozent ein. Für Zalando ging es um 11,6
Prozent nach unten, für Boohoo um 13,7 Prozent. Inditex verloren 3,9 Prozent, H&M 8,5 Prozent. H&M
hatte selbst ebenfalls Geschäftszahlen vorgelegt. Das Management hatte eingeräumt, dass die
Lagerbestände höher seien als geplant. Hugo Boss gaben um 3,5 und Tom Tailor um 3,4 Prozent nach,
Adidas in diesem Sog um 4,4 und Puma sogar um 7,0 Prozent. Der Stoxx-Einzelhandelsindex war mit
einem Minus von 2,7 Prozent klar das Schlusslicht. Innogy und SSE sagten die Zusammenlegung
britischer Geschäftsaktivitäten ab. Innogy gaben darauf um 1,2 Prozent nach und SSE um 3,2 Prozent.
Aktienrückkäufe stützten den Kurs von BHP um 2,7 Prozent. Der Telekomsektor wurde von Barclays
aufgewertet. Der Stoxx-Sektorindex stieg um 0,1 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Leichter - Der DAX schloss nach einem widerstandsfähigen Start unter der technisch wichtigen Marke
von 10.800 Punkten, was laut Experten für weitere Abgaben spricht. Deutsche Bank konnte nicht davon
profitieren, dass das Emirat Katar einem Bericht des Handelsblatts zufolge die Aufstockung seines
Anteils an der Bank erwägt. Der Kurs gab um 2,4 Prozent nach. Zu den Tagesgewinnern im DAX zählten
Deutsche Telekom mit einem Plus von 0,7 Prozent. Die Aktie profitierte zum einen von ihrem
defensiven Charakter sowie von einer Sektorhochstufung durch Barclays.

XETRA-NACHBÖRSE

Von einer insgesamt schlechten Stimmung sprach ein Händler von Lang & Schwarz, der auf die
negativen Vorgaben der Wall Street verwies. RIB Software hätten von Aktienrückkaufplänen profitiert
und gegegn den Markt 1,3 Prozent zugelegt. Deutz stiegen mit Plänen zu Partnerschaften in China um
0,6 Prozent.

USA / WALL STREET

Kurseinbruch - Die Woche begann wie die alte geendet hatte, mit deutlichen Verlusten. Eine Mischung
aus Konjunktursorgen und Zurückhaltung vor der Zinsentscheidung der US-Notenbank am Mittwoch
drückte auf die Kurse. Nach schwachen Konjunkturdaten in der Vorwoche aus China und Europa
enttäuschte nun der US-Empire-State-Index. Verkauft wurden besonders die bisher verschonten
defensiven Branchen wie Versorger oder Haushaltswaren. Nachdem ein Richter das Gesundheitssystem
"Obamacare" für verfassungswidrig erklärt hatte, standen Aktien aus dem Gesundheitssektor unter
Druck. Unitedhealth gaben 2,6 Prozent nach, der Kurs des Krankenhausbetreibers HCA 2,8 Prozent.
Johnson & Johnson bauten die zehnprozentigen Freitagsverluste weiter aus. Dem Konzern wird
vorgehalten, dass er von einer Verseuchung seines Babypuders mit Asbest wusste und nicht darüber
informierte. Nun ging es nochmals um 2,9 Prozent nach unten. Die Aktien der beiden
Mobilfunkunternehmen T-Mobile US und Sprint gaben nach, obgleich das Committee on Foreign
Investment in the U.S. Kreisen zufolge den Zusammenschluss beider gebilligt haben soll. T-Mobile
verloren 1,3 Prozent und Sprint 2,5 Prozent.

Am Rentenmarkt stiegen die Kurs. Anleger setzten angesichts der schwachen Konjunkturdaten auf einen
taubenhaften Ausblick der Fed für 2019, hieß es. Daneben profitierten Anleihen angesichts der
schlechten Stimmung für Aktien von ihrem Ruf als sicherer Hafen. Die Rendite zehnjähriger
US-Staatsanleihen verlor 3,2 Basispunkte auf 2,86 Prozent.
18.12.2018 07:40:45

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             17:45   10.740,89        -31,31  -0,29 %
TecDAX                17:45   2.480,06         -17,89  -0,72 %
MDAX                  17:45   21.927,20        +11,92  +0,05 %
Euro Stoxx 50         17:50   3.040,13         -23,52  -0,77 %
Dow Jones             21:48   23.739,57        +146,59 +0,62 %
Nikkei 225            07:35   21.115,45        -391,43 -1,82 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 21:59):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
DEUTSCHE LUFTHA...       19,26 EUR     0,36    +1,88 %
COVESTRO AG INH...       43,67 EUR     0,76    +1,77 %
DEUTSCHE POST A...       25,27 EUR     0,43    +1,73 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
FRESENIUS SE & ...       41,00 EUR     -1,00   -2,38 %
MERCK KGAA INHA...       94,26 EUR     -1,94   -2,02 %
DEUTSCHE BOERSE...       102,80 EUR    -1,90   -1,81 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
RIB SOFTWARE SE...       10,62 EUR     1,07    +11,20 %
COMPUGROUP MEDI...       41,78 EUR     3,30    +8,58 %
ISRA VISION AG ...       23,90 EUR     0,95    +4,14 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
PFEIFFER VACUUM...       107,70 EUR    -7,30   -6,35 %
NEMETSCHEK SE I...       91,65 EUR     -4,90   -5,08 %
MORPHOSYS AG IN...       93,75 EUR     -3,40   -3,50 %





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Erste Nachrichten von heute:

- 21:26:46 dpa-AFX: Griechischer Haushalt: 'Almosen sind keine Wirtschaftspolitik'
- 21:21:02 dpa-AFX: ANALYSE/UBS: Kurssturz an Wall Street im vierten Quartal von historischem Ausmaß
- 21:17:14 dpa-AFX: USA und Mexiko kündigen Milliarden-Investitionen in Mittelamerika an
- 21:16:44 dpa-AFX: US-Anleihen: Vor der Fed-Zinsentscheidung Kurse weiter zu
- 21:16:03 dpa-AFX: ANALYSE/UBS: Kurssturz an Wall Street im vierten Quartal von historischem Ausmaß
- 21:00:04 dpa-AFX: dpa-AFX Presseschau für den 19. Dezember
- 20:59:19 dpa-AFX: Devisen: Euro im New Yorker Handel weitgehend stabil
- 20:54:28 Belgiens Regierungschef Charles Michel kündigt Rücktritt an
- 20:51:56 dpa-AFX: *GEWINNE AN US-BÖRSEN BRÖCKELN AB - S&P 500 DREHT INS MINUS
- 20:50:42 dpa-AFX: DGAP-DD: DEFAMA Deutsche Fachmarkt AG (deutsch)


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Presseschau vom 18.12.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

OPEL - Über neue Strukturen bindet der französische Autobauer PSA die deutsche Tochter Opel immer
enger an die Zentrale. Die bisherige Doppelstruktur, bei der die deutsche Tochter Opel weitgehend
unabhängig von Peugeot und Citroën agierte, entfällt. Anke Felder, die für Opel als
Arbeitsdirektorin in der Geschäftsführung sitzt, verliert dadurch die hierarchische
Personalverantwortung in Kernmärkten wie Großbritannien, Spanien und Frankreich an Xavier Chereau.
Das geht aus dem internen PSA-Papier hervor, das dem Handelsblatt vorliegt. 2019 droht Kurzarbeit,
die Mitarbeiter toben. Die Stimmung in der Belegschaft ist gereizt. Vergangene Woche gingen
Hunderte Opelaner auf die Straße, um gegen den Teilverkauf des Entwicklungszentrums ITEZ an den
französischen Dienstleister Segula zu demonstrieren. Opel-Chef Lohscheller will 2.000 seiner 7.000
Ingenieure in Hessen an Segula auslagern, um die Überkapazitäten im ITEZ einzudämmen. Doch die
Gewerkschaft und viele Beschäftigte lehnen diesen Plan ab. (Handelsblatt S. 18)

PORSCHE - Die Vertreter der beiden Eigentürmerfamilien lehnen einen Börsengang von Porsche ab. Das
sei kein Thema, sagten Wolfgang Porsche und Hans-Michel Piech in einem Interview. Sie zeigten sich
optimistisch über den Elektroporsche Taycan, der 2019 auf den Markt kommen soll. Allerdings sei der
Aufbau der Ladestationen zu langsam. (FAZ S. 22)

DEUTSCHE TELEKOM - Die Deutsche Telekom könnte der geplanten Übernahme von Sprint durch ihre
US-Tochter mit einem Kuhhandel näher kommen. Behörden fordern den Verzicht auf Huawei-Technik.
(Börsen-Zeitung S. 7)

DEUTZ - Dieses Jahr hat sich der Zugang ausländischer Unternehmen in China deutlich verbessert -
vor allem zugunsten deutscher Unternehmen. So übernimmt BMW bald als erster ausländischer Konzern
die Mehrheit an einem Joint Venture - in diesem Fall mit dem chinesischen Hersteller Brilliance.
Die Allianz darf als erster ausländischer Versicherer eine eigene chinesische Holding gründen. Und
auch der Kölner Motorenhersteller Deutz, der sein Joint Venture mit dem staatlichen
Kraftfahrzeughersteller FAW erst im April nach langen Schwierigkeiten verkaufte, wagt einen neuen
Versuch und übernimmt für einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag die Mehrheit eines Joint
Ventures mit dem chinesischen Baumaschinenhersteller Sany, wie das Handelsblatt erfuhr. Dabei setzt
das Unternehmen auch ohne Zwang auf lokale Partner, erklärt Deutz-Vorstandschef Frank Hiller: "Wir
wollen nicht nur in China fertigen. Wir wollen dort akzeptiert werden." (Handelsblatt S. 16)

GERRY WEBER - Johannes Ehling, der neue Chef von Gerry Weber, fordert in einem Interveiw "mehr
Kreativität". "Wir sind schon gut vorangekommen, auch wenn die Gespräche nicht einfach sind. Damit
wir eine erfolgreiche Vereinbarung hinbekommen, werden sowohl Banken als auch die Hauptaktionäre
ihre Beiträge leisten müssen. Angesichts der konstruktiven und vertrauensvollen Atmosphäre in den
Gesprächen bin ich zuversichtlich, dass wir uns mit allen Beteiligten innerhalb der Frist auf ein
neues Finanzierungskonzept einigen können." Etwa 230 der 820 Gerry-Weber-Läden und Verkaufsflächen
werden wohl geschlossen werden. (Handelsblatt S. 20)

SPARKASSEN - Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken haben sich am Identitätsdienst "Yes"
beteiligt. Die Investition läuft über die Dienstleister der Bankengruppen, den Deutschen
Sparkassenverlag (DSV) und die Fiducia & Gad. Die Unternehmen bestätigten ihre Beteiligung dem
Handelsblatt. Demnach hat die Fiducia & Gad nach Angaben einer Sprecherin einen Anteil in Höhe von
fünf Prozent an "Yes" erworben. Ziel sei, es die Interessen der Volks- und Raiffeisenbanken über
die Kooperation hinaus abzusichern. Der DSV nannte keine weiteren Details. (Handelsblatt)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/mgo

END) Dow Jones Newswires

December 18, 2018 00:34 ET (05:34 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.18.12.2018 06:34:28

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Boersenkalender - Termine des Tages:

Deutsche Konsum REIT-AG: Veröffentlichung des finalen Jahresabschlusses/Geschäftsberichts für das Geschäftsjahr 2017/2018 - Veröffentlichung des Jahresberichtes
All for One Steeb AG: Analystenpräsentation - Finanz-Analystenkonferenz
FedEx Corp.: Q2 FY19 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 2. Quartal
Total S.A.: Ex-Dividend date for the 2nd 2018 interim Dividend - Zwischendividende ex-Tag
Stanley Black & Decker Inc.: Payment Date - Zwischendividende Zahltag
Darden Restaurants Inc.: FY19 2nd Quarter Earnings - Bericht zum 2. Quartal
Schweiz: Konjunkturprognosen der Expertengruppe des Bundes, Winter 2018 - Wirtschaftsfrühindikatoren
USA: Hausbaubeginne November 2018 - Hausbaubeginne
Kanada: Geschäftsvertrauen Oktober 2018 - Geschäftsvertrauen
USA: Baugenehmigungen November 2018 - Baugenehmigungen


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Die versendeten Informationen sind keine Anlageberatung. Sie dienen ausschließlich dem
Zweck, den Kunden in die Lage zu versetzen, eine selbstaendige Anlageentscheidung zu
treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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