Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG - 23.10.2018

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Tagesausblick 23.10.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Im Spannungsfeld zwischen positiven Vorgaben aus Asien und den anhaltenden Sorgen um
Italien dürften die Aktienmärkte in Europa wenig verändert in die Woche starten. In China geht es
für den Schanghai-Composite um gut 4 Prozent nach oben. Hier sorgen Signale aus Peking,
nötigenfalls unterstützend einzugreifen für eine Kursrally, nachdem das Wirtschaftswachstum im
dritten Quartal leicht unter den Erwartungen geblieben war. Chinas Notenbank prüft demnach
Maßnahmen, um die Nachfrage privater Unternehmen nach Finanzierungen zu decken. Weiter sind die
Blicke vor allem auf Italien gerichtet, wo sich die Regierung in Sachen Haushalt unnachgiebig zeigt
- auch nachdem Italiens Kreditwürdigkeit von der Ratingagentur Moody's auf die niedrigste mögliche
Investment-Grade-Bewertung gesenkt wurde. Diese liegt nun bei Baa3 nach Baa2. Die Rating-Analysten
verweisen angesichts des Haushaltsentwurfs auf eine "wesentliche Abschwächung der italienischen
Finanzkraft". Die Rendite zehnjähriger italienischer Anleihen lag zuletzt am Freitag bei 3,58
Prozent. In der Spitze war sie zum Wochenausklang auf 3,71 Prozent gestiegen - den höchsten Stand
seit Februar 2014. Die Italien-Abstufung dürfte auch für weiteren Druck auf die italienischen
Bankenwerte sorgen, erwartet Analyst Michael Hewson von CMC Markets. Der Schritt könne die Banken
des Landes zu außerplanmäßigen Kapitalerhöhungen zwingen.

Rückblick: Neben den politischen Unwägbarkeiten mehrten sich schlechte Unternehmensnachrichten.
Daneben schwelen weiter der drohende ungeregelte Brexit, wie auch der Handelskonflikt USA/China.
Thema war zunächst der Konflikt zwischen der EU und Rom über den italienischen Haushaltsplan. Daher
legten die italienischen Renditen zunächst weiter zufort. Am Nachmittag sorgten Aussagen von
EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici dann für einen Rückgang. Er kann sich eine Eurozone ohne
die Beteiligung Italiens nicht vorstellen. Der Reifenhersteller Michelin hat im dritten Quartal den
Umsatz zwar erhöht, seine Erwartungen für 2018 aber gesenkt. Pirelli gaben 5,0 Prozent ab, Nokian
4,9 Prozent und Continental 4,5 Prozent. Die Michelin-Aktie brach um 11,3 Prozent ein. Die Papiere
von Air France-KLM grenzten ihr Minus nur kurzzeitig ein, nachdem sich das Unternehmen mit den
Gewerkschaften auf einen Tarifvertrag geeinigt hat. Die Einigung sei nach entsprechenden
Medienberichten in den vergangenen Tagen nicht überraschend gekommen, hieß es. Die Papiere verloren
3,0 Prozent.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas leichter - Daimler verloren nach der zweiten Gewinnwarnung in diesem Jahr 1,9 Prozent. Auch
andere Aktien aus dem Sektor gerieten unter Druck: BMW fielen um 0,7 Prozent und VW um 1,1 Prozent.
Auch die Software AG hat Zahlen vorgelegt. Diese sind besser ausgefallen als Analysten erwartet
hatten. Der Kurs stieg um 3,2 Prozent. Infineon fielen um 3,3 Prozent, auch belastet von der
Daimler-Warnung. RIB Software schlossen 5,2 Prozent tiefer. Lufthansa bildeten das DAX-Schlusslicht
und büßten nach einer Abstufung durch Mainfirst 6,0 Prozent ein. Ein gewisses Gegengewicht bildeten
die Aufschläge von Titeln mit defensivem Charakter: So gewannen etwa Beiersdorf 1,2 Prozent, Eon
1,7 Prozent, RWE 2,1 Prozent oder Vonovia 1,5 Prozent. Für Wirecard ging es sogar um 2,1 Prozent
nach oben - hier stützten starke Zahlen von Paypal.

XETRA-NACHBÖRSE

Nach der Gewinnwarnung der Hawesko Holding nach Xetra-Schluss wurden die Aktien bei Lang & Schwarz
5 Prozent schwächer getaxt - bei allerdings sehr dünnen Umsätzen.

USA / WALL STREET

Uneinheitlich - Beruhigungspillen der chinesischen Notenbank haben zunächst für eine zaghafte
Erholung am Aktienmarkt gesorgt. Doch ließ die Wirkung im Handelsverlauf merklich nach. Denn die
übergeordneten Sorgen, vor allem um das globale Wachstum, hatten Bestand. Das Wirtschaftswachstum
in China war zwar nur leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben, gleichwohl verzeichnete es den
niedrigsten Anstieg seit der globalen Finanzkrise 2009. Wie schon am chinesischen Aktienmarkt
stützten beruhigende Worte der chinesischen Zentralbank auch in den USA die Börse. Die Signale
wurden als wachstumssteigernde Impulse gedeutet. Als weiteres Ungemach wurde Europa identifiziert
mit dem sich abzeichnenden Konflikt zwischen Italien und der EU. Nachdem die Renditen italienischer
Staatsanleihen zunächst kräftig zugelegt hatten, kamen sie zuletzt wieder zurück, was auch dem
US-Aktienmarkt half. EU-Wirtschaftskommissar Pierre Moscovici hatte gesagt, er könne sich die
Eurozone ohne Italien nicht vorstellen. Paypal schossen um 9,4 Prozent nach oben. Der
Zahlungsdienstleister überraschte positiv mit Umsatz und Ergebnis. Ebay stürzten nach einem
negativen Analystenkommentar durch Stifel Nicolaus um 8,9 Prozent ab. American Express gewannen 3,8
Prozent. Der Finanzkonzern hob nach guten Geschäftszahlen den Ausblick an. Dowdupont fielen um 1,9
Prozent. Der Chemiekonzern kündigte Abschreibungen an. Procter & Gamble übertraf die Erwartungen.
Die Aktie kletterte um 8,8 Prozent. US-Anleihen waren mit den Entspannungssignalen aus China und
Europa nicht mehr so gefragt, die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg um 1,4 Basispunkte
auf 3,19 Prozent.
22.10.2018 07:38:54

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             17:45   11.524,34        -29,49  -0,26 %
TecDAX                17:45   2.640,55         -9,75   -0,37 %
MDAX                  17:45   24.038,28        -110,32 -0,46 %
Euro Stoxx 50         17:50   3.190,09         -20,73  -0,65 %
Dow Jones             22:53   25.317,41        -       - %
Nikkei 225            08:35   22.271,30        -423,36 -1,87 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 03:04):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
LINDE AG Z.UMTA...       218,90 EUR    7,60    +3,60 %
INFINEON TECHNO...       17,86 EUR     0,26    +1,48 %
CONTINENTAL AG ...       133,30 EUR    1,80    +1,37 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
THYSSENKRUPP AG...       18,97 EUR     -0,37   -1,91 %
BAYER AG NAMENS...       76,54 EUR     -1,05   -1,35 %
VOLKSWAGEN VZ...       142,34 EUR    -1,64   -1,14 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
SILTRONIC AG NA...       92,98 EUR     2,42    +2,67 %
SOFTWARE AG NAM...       40,33 EUR     1,00    +2,54 %
AIXTRON SE NAME...       9,44 EUR      0,21    +2,27 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
SARTORIUS AG VO...       117,40 EUR    -4,80   -3,93 %
RIB SOFTWARE SE...       14,70 EUR     -0,51   -3,35 %
NORDEX SE INHAB...       8,03 EUR      -0,21   -2,52 %





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Erste Nachrichten von heute:



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Presseschau vom 23.10.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

SIEMENS - Monatelang hatten Siemens und der US-Rivale General Electric (GE) um die Gunst der
irakischen Regierung gebuhlt. Es geht um den Wiederaufbau der Energieinfrastruktur des
kriegsgebeutelten Landes, der laut Schätzungen in deutschen Regierungskreisen 13 Milliarden Euro
kosten könnte. Am Sonntag konnte Siemens-Chef Joe Kaeser einen Teilerfolg verkünden: Der Münchener
Technologiekonzern und die irakische Regierung unterzeichneten eine - allerdings unverbindliche -
Absichtserklärung. In München fiel der Jubel dennoch gedämpft aus. Denn der Irak schloss parallel
auch eine Vereinbarung mit dem Erzkonkurrenten General Electric über "Prinzipien der
Zusammenarbeit" zum Aufbau des Energiesektors ab. Der Kuchen werde wohl geteilt, hieß es im Umfeld
beider Konzerne. General Electric sieht sich laut Industriekreisen im Vorteil: Man könne gleich
loslegen, da ein Großteil der installierten Kraftwerkstechnologie im Irak auf GE-Technik basiere.
Die Regierung fürchte im nächsten Sommer eine Strom-Unterversorgung. GE könne hier schnell helfen.
(Handelsblatt S. 20/FAZ S. 22)

KNORR-BREMSE - Knorr-Bremse, der Zulieferer für Schiene und Auto, fühlt sich auch bei einem
verschärften Handelskrieg zwischen den USA und China gerüstet: "Wenn sich die Situation in dieser
Richtung weiterentwickeln sollte, sind wir jederzeit in der Lage, unsere Produktion in höherem Maße
zu lokalisieren", sagte der Vorstandsvorsitzende Klaus Deller in einem Interview. "Das ist für
zahlreiche Unternehmen eine völlig neue Lage: Wir leben gerade in einer Zeit, in der vieles von
dem, an das wir uns als selbstverständlich gewöhnt hatten, infrage gestellt wird". (SZ S. 19)

NORDLB - Beim Stresstest der europäischen Bankenaufsicht schneidet die NordLB wohl als schlechteste
deutsche Großbank ab. Da nicht klar ist, wie die Märkte auf die Ergebnisse - die am 2. November
veröffentlicht werden - reagieren, muss die Bank aus Sicht der Finanzaufsicht in der Lage sein zu
kommunizieren, wie sie ihr Kapitalproblem lösen will. (Handelsblatt S. 31)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/kla

END) Dow Jones Newswires

October 22, 2018 00:24 ET (04:24 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.22.10.2018 06:24:48

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Boersenkalender - Termine des Tages:

Anglo American PLC.: Q3 2018 Production Report - Bericht zum 3. Quartal
Deutschland: Erzeugerpreise Industrie September 2018 - Erzeugerpreise Industrie
Eli Lilly & Co.: Q3 Earnings 2018 Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Lockheed Martin Corp.: 3rd Quarter 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Atos SE: Q3 2018 revenue - Bericht zum 3. Quartal
Aetna Inc. AG: Ex-Dividend - Zwischendividende ex-Tag
Chubb Corp.:Q3 2018 Earnings Release - Bericht zum 3. Quartal
3M Company: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Caterpillar Inc.: Third Quarter 2018 Results Release - Bericht zum 3. Quartal
Xerox Corp.: 3rd Quarter 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Randstad Holding NV: Third Quarter Results 2018 - Bericht zum 3. Quartal
PulteGroup Inc.: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
PUMA SE: Zwischenbericht Q3/2018 - Bericht zum 3. Quartal
Huntington Bancshares Inc.: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Wereldhave N.V.: Ex-dividend date - Zwischendividende ex-Tag
Nextera Energy Inc.: Q3 2018 financial results - Bericht zum 3. Quartal
Reckitt Benckiser plc: Q3 2018 IMS - Bericht zum 3. Quartal
Centene Corporation: Q3 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
McDonald's Corp.: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Renault S.A.: 2018 Q3 Revenues - Bericht zum 2. Quartal
UBS Group AG: Publication of Third Quarter 2018 Results - Bericht zum 3. Quartal
United Technologies Corp.: Third Quarter 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Sartorius AG: Quartalsmitteilung 9M 2018 - Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes
Schindler Holding Ltd: Interim Report as of September 30 - Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes
Biogen Idec Inc.: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
St James's Place PLC: 3rd Quarter New Business Announcement - Bericht zum 3. Quartal
GAM Holding AG: Interim management statement Q3 2018 - Bericht zum 3. Quartal
Texas Instruments Inc.: 3Q18 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Verizon Communications Inc.: Third Quarter 2018 Earnings Release - Bericht zum 3. Quartal
Whitbread Group Plc.: Interim Results - Veröffentlichung des Halbjahresberichtes
Illumina Inc.: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Vinci: Bericht zum 3. Quartal 2018 - Bericht zum 3. Quartal
ams AG: Conference call on financial results for the third quarter 2018 - Telefonkonferenz zum 3. Quartal
Paccar Inc.: 3rd Quarter 2018 Earnings - Bericht zum 3. Quartal
dorma+kaba Holding AG: Generalversammlung - Ordentliche Hauptversammlung
Juniper Networks Inc.: Q3 2018 Earnings Conference Call - Telefonkonferenz zum 3. Quartal


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Die versendeten Informationen sind keine Anlageberatung. Sie dienen ausschließlich dem
Zweck, den Kunden in die Lage zu versetzen, eine selbstaendige Anlageentscheidung zu
treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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