Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Volksbank Raiffeisenbank Oberbayern Südost eG - 17.12.2018

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Tagesausblick 17.12.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Trotz sehr schwacher Vorgaben der US-Börsen zeichnen sich für den Start an den
europäischen Aktienmärkten am Montag nur kleinere Verluste ab. Schon in Asien konnten die
ungünstigen Vorgaben weitgehend abgeschüttelt werden. Am negativen Umfeld hat sich zwar nichts
geändert und Belastungsfaktoren wie die unklare Lage um den Brexit oder der US-chinesische
Handelsstreit bleiben den Märkten einstweilen erhalten, vieles wurde davon aber schon in der
Vorwoche eingepreist. Günstig für die Stimmung dürften Berichte sein, wonach sich die italienische
Koalitionsregierung auf einen geänderten Haushaltsentwurf zur Vorlage in Brüssel geeinigt hat, mit
dem disziplinarische Maßnahmen der EU vermieden werden, die zuvor angesichts einer zu hohen
Schuldenaufnahme gedroht hatten. Für Bewegung - insbesondere beim Euro - könnten die
Verbraucherpreise aus der Eurozone für November sorgen, nachdem EZB-Präsident Mario Draghi in der
Vorwoche gerade erst wieder einen möglicherweise schwachen Preisauftrieb thematisiert hatte.
Unternehmensseitig steht die Deutsche Bank im Fokus. Das Emirat Katar erwägt einem Bericht des
Handelsblatts zufolge offenbar die Aufstockung seines Anteils an der Bank.

Rückblick: Leichter - Die übergeordnete Stimmung litt unter der Angst vor einem globalen
Konjunktureinbruch. Nach schwachen Zahlen zur chinesischen Industrieproduktion und zum chinesischen
Einzelhandel hatten ein Rezessionssignal der französischen Einkaufsmanagerindizes und schwache
Daten aus Deutschland eine Abwärtswelle ausgelöst. Die deutschen Daten blieben aber zumindest noch
im expansiven Bereich. Am Nachmittag minderten dann gute US-Daten zum Einzelhandelsumsatz und zur
Industrieproduktion die Konjunktursorgen etwas. Während bei den Stoxx-Branchenindizes Versorger
sowie Reise- und Touristik-Aktien ins Plus drehten, gaben Rohstoffaktien deutlich nach. Ihr Index
fiel um 1,2 Prozent. Der Kauf der Luxushotelkette Belmond durch LVMH kam im Handel gut an. LVMH
gaben lediglich um 1,5 Prozent nach. Balfour Beatty lieferte einen positiven Zwischenbericht ab.
Die Aktien legten 3,7 Prozent zu.

DAX/MDAX/TECDAX

Etwas leichter - BMW und Daimler holten deutliche Abschläge vom Vormittag wieder auf. BMW stiegen
um 0,1 Prozent, Daimler gaben leicht nach. VW schlossen 1,3 Prozent im Minus, aber ebenfalls
deutlich über Tagestief. Für die kräftige Erholung machten Händler verantwortlich, dass China die
Strafzölle gegen Auto-Importe aus den USA über den Zeitraum der Gespräche mit den USA aussetzen
will. Südzucker stiegen um 1,6 Prozent, nachdem die Tochter CropEnergies den Ausblick erhöht hatte.
CropEnergies gewannen 5 Prozent. Als "ordentlich" wurden die Geschäftszahlen von Isra Vision
eingeschätzt. Allerdings enttäuschte der Umsatzausblick, worauf der Kurs um 18 Prozent einbrach.
Gea standen ebenfalls stark unter Druck. Der Kurs fiel um 6,8 Prozent. "Eine Stimmrechtsmitteilung
vom späten Donnerstag wird so verstanden, dass sich Elliott teilweise zurückgezogen hat", meinte
ein Händler. Dr. Hönle stürzten um 12,8 Prozent ab. Der Ausblick auf das Jahr 2018/19 sei "düster",
meinte ein Händler. Scout24 soll einen Verkauf an Finanzinvestoren prüfen. Der Aktienkurs schnellte
um 13,6 Prozent nach oben.

XETRA-NACHBÖRSE

Der Markt habe mit der negativen Entwicklung an der Wall Street noch leicht nachgegeben, so ein
Händler von Lang & Schwarz.

USA / WALL STREET

Sehr schwach - Zunehmende Sorgen um das weltweite Konjunkturwachstum führten zu kräftigen
Kursverlusten auf breiter Front. Mit schwachen Daten aus China seien bei den Investoren "alle
Alarmglocken" angegangen, meinte ein Marktteilnehmer. Aus Europa kamen zudem schwache
Einkaufsmanager-Indizes. Der Dow-Jones-Index liegt im Korrekturmodus, nachdem er nun von seinem
Hoch am 3. Oktober mehr als 10 Prozent verloren hat. Erstmals seit März befinden sich damit alle
drei Indizes im Korrekturmodus. Vor allem die Aktien von Unternehmen mit einem starken China-Bezug
standen unter Abgabedruck. Für die Apple-Aktie ging es um 3,2 Prozent abwärts. Der
Softwarehersteller Adobe verfehlte in seinem vierten Quartal beim Gewinn die Erwartungen, übertraf
sie dagegen beim Umsatz. Die Aktie verlor 7,3 Prozent. Johnson & Johnson brachen um 10 Prozent ein.
Es war der höchste Tagesverlust der Aktie seit März 2000. Auslöser war ein Bericht, wonach sich in
Puderprodukten des Konzerns zeitweise krebserregende Asbest-Stoffe befunden haben könnten und
Johnson & Johnson diese Information zurückgehalten habe. Das Unternehmen wies die Anschuldigungen
zurück.

US-Anleihen waren angesichts der wieder gestiegenen Risikoscheu gesucht. Die Rendite zehnjähriger
Papiere fiel um 1,9 Basispunkte auf 2,89 Prozent.
17.12.2018 07:40:59

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             10:41   10.846,65        -19,12  -0,18 %
TecDAX                10:41   2.506,96         -12,87  -0,51 %
MDAX                  10:41   22.068,66        -212,79 -0,95 %
Euro Stoxx 50         10:41   3.083,39         -9,21   -0,30 %
Dow Jones             22:59   24.100,51        -496,87 -2,02 %
Nikkei 225            07:35   21.506,88        +132,05 +0,62 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 10:56):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
BAYER AG NAMENS...       64,07 EUR     0,71    +1,12 %
LINDE PLC REGIS...       140,85 EUR    1,55    +1,11 %
DAIMLER AG NAME...       47,80 EUR     0,43    +0,90 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
ADIDAS AG NAMEN...       187,65 EUR    -7,85   -4,02 %
FRESENIUS MEDIC...       59,04 EUR     -1,12   -1,86 %
COVESTRO AG INH...       42,55 EUR     -0,74   -1,71 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
MORPHOSYS AG IN...       98,70 EUR     1,70    +1,75 %
FREENET AG NAME...       17,28 EUR     0,18    +1,05 %
DEUTSCHE TELEKO...       15,24 EUR     0,14    +0,89 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
ISRA VISION AG ...       24,25 EUR     -0,60   -2,41 %
NORDEX SE INHAB...       8,56 EUR      -0,21   -2,35 %
S&T AG INH.-AKT...       16,65 EUR     -0,39   -2,29 %





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Erste Nachrichten von heute:

- 10:24:20 dpa-AFX: *EXANE BNP HEBT SCOUT24 AUF 'NEUTRAL' (UNDERPERFORM) - ZIEL 41 (34) EUR
- 10:21:41 dpa-AFX: DGAP-News: Übernahme des Berufsbekleidungsspezialisten Praxis: Silverfleet Capitals
Portfolio-Unternehmen 7days expandiert nach Skandinavien (deutsch)
- 10:20:26 dpa-AFX: DGAP-DD: CPU Softwarehouse AG (english)
- 10:20:24 dpa-AFX: DGAP-DD: CPU Softwarehouse AG (deutsch)
- 10:19:06 dpa-AFX: ROUNDUP: Gespräche mit SSE geplatzt - Innogy kappt Jahresziele
- 10:16:54 dpa-AFX: SPORT: Verteidiger Marco Russ verlängert Vertrag in Frankfurt um ein Jahr
- 10:15:28 dpa-AFX: AKTIE IM FOKUS: Umsatzwarnung von Asos schickt Einzelhandelswerte auf Talfahrt
- 10:13:56 EANS-News: Semperit AG Holding / Semperit verkauft italienisches Schlauchwerk Roiter an Matec Group
- 10:13:56 EANS-News: Semperit AG Holding / Semperit sells Italian hose factory Roiter to Matec Group
- 10:10:54 MÄRKTE EUROPA/Knapp behauptet - Kurseinbruch bei Zalando nach Asos-Warnung


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Presseschau vom 17.12.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DEUTSCHE BAHN - Die Bundesregierung fordert von der Deutschen Bahn eine schnellere Reaktion auf die
massiven Probleme im deutschen Zugverkehr. "Wir sind in Sorge über den Zustand des Konzerns", sagte
Enak Ferlemann (CDU), Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr, der Süddeutschen
Zeitung. Die Bahnspitze hatte dem Aufsichtsrat zuletzt einen Zeitplan für Verbesserungen
präsentiert - allerdings erst bis 2024. Der großen Koalition dauert dies zu lange. "Das muss
schneller gehen", fordert Ferlemann. "Der Bahnvorstand weiß, dass wir Geduld haben. Aber irgendwann
geht sie zu Ende." Bereits im Januar soll die Führung der Bahn nun zum Rapport ins
Verkehrsministerium. Dann wird es um eine neue Struktur und den Finanzierungsbedarf der Bahn gehen.
(SZ S. 1/Handelsblatt S. 16)

VOLKSWAGEN - Der ursprüngliche Zeitplan für die groß angelegte Kooperation zwischen Ford und
Volkswagen gerät in Gefahr. Probleme bereitet vor allem ein Projekt zum autonomen Fahren. Zwar gebe
es eine grundsätzliche Einigung über eine gemeinsame Produktion von Nutzfahrzeugen, wie das
Handelsblatt aus Konzernkreisen erfahren hat. Allerdings seien die Gespräche über eine Vertiefung
der Kooperation festgefahren, heißt es. (Handelsblatt S. 18)

VOLKSWAGEN - Viele Dienstautos von Behörden sind vom Diesel-Skandal betroffen. Als erstes
Bundesland will nun Baden-Württemberg in diesem Zusammenhang eine Klage gegen Volkswagen
einreichen. Das sei eine "haushaltsrechtliche Verpflichtung", sagte eine Sprecherin des
Finanzministeriums in Stuttgart. (FAZ S. 22)

HENKEL - "Von Handelsbeschränkungen sind wir bislang nicht direkt betroffen, weil wir zum größten
Teil lokal produzieren. Wenn die Weltwirtschaft insgesamt Schaden nimmt, hat das aber auch auf
unsere Geschäfte Einfluss", sagte Henkel-Chef Hans Van Bylen in einem Interview. An den drei
Geschäftsbereichen will er festhalten. Es gebe "große Synergien zwischen den Bereichen". Die
Familie Henkel "verfolgt einen langfristigen Kurs. Das gibt uns Stabilität, das Unternehmen
langfristig zu entwickeln", sagte er weiter. (SZ S. 18)

LUFTHANSA - Chinas Airlines drängen mit Macht in den deutschen Markt. Doch anders als bei den
Rivalen vom Persischen Golf könnte Lufthansa davon dieses Mal profitieren. So hat man vor zwei
Jahren ein Joint Venture mit Air China gegründet - nach zweijährigen Verhandlungen. Bei solchen
Joint Ventures, die kartellrechtlich genehmigt werden müssen, werden Umsätze geteilt, sie gehen
also weit über eine Vermarktungsallianz wie die Star Alliance hinaus. Hinter der engen
Zusammenarbeit mit dem chinesischen Rivalen stehen vor allem zwei Erwartungen: Zum einen wird China
die USA als größten Luftverkehrsmarkt schon bald überholen. Zum anderen könnte die enge
Partnerschaft dabei helfen, die so wichtigen Verkehrsrechte (Slots) in China zu bekommen - also
Waffengleichheit mit den Wettbewerbern aus Fernost herstellen. (Handelsblatt S. 14)

COMMERZBANK - Viele Banken in Deutschland verkleinern ihr Filialnetz, doch die Commerzbank will an
ihren rund 1.000 Filialen festhalten. Allerdings sollen sie teilweise umgebaut werden. So werden
Zweigstellen zu Läden, Flächen werden vielerorts um drei Viertel verringert, heißt es. (FAZ S. 19)

DEUTSCHE BANK - Trotz der massiven Kursverluste der vergangenen Jahre hat das Scheichtum Katar
bislang unverdrossen an seiner Beteiligung an der Deutschen Bank festgehalten. Jetzt denkt der
Petrostaat nach Handelsblatt-Informationen sogar über eine Aufstockung nach. (Handelsblatt S. 31)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/mgo

END) Dow Jones Newswires

December 17, 2018 00:32 ET (05:32 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.17.12.2018 06:32:58

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Boersenkalender - Termine des Tages:

All for One Steeb AG: Veröffentlichung Konzern- und Jahresabschluss für Geschäftsjahr 2017/18 - Veröffentlichung des Jahresberichtes
All for One Steeb AG: Bilanzpressekonferenz - Bilanzpressekonferenz
Kellogg Co.: Dividend payment date - Zwischendividende Zahltag
Italien: Außenhandel Oktober 2018 - Außenhandelsvolumina
Europäische Union: Außenhandel Oktober 2018 - Außenhandelsvolumina
Europäische Union: Inflation (HVPI) November 2018 - Inflationsrate
Italien: Importpreise Oktober 2018 - Importpreise
Deutschland: Beschäftigte im Verarbeitenden Gewerbe Oktober 2018 - Beschäftigte im verarbeitenden Gewerbe


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Die versendeten Informationen sind keine Anlageberatung. Sie dienen ausschließlich dem
Zweck, den Kunden in die Lage zu versetzen, eine selbstaendige Anlageentscheidung zu
treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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