Volksbank Dresden-Bautzen eG

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Volksbank Dresden-Bautzen eG - 16.12.2018

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Tagesausblick 16.12.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Mit einem schwachen Start rechnen Händler am Aktienmarkt. Schwache Daten aus China und
eine Schwäche konjunktursensibler Sektoren an der Wall Street sprechen für Verluste. Händler hatten
bereits darauf hingewiesen, dass nach einer fast 400-Punkte-Rally im DAX nun der kurzfristige
Erholungstrend wieder gebrochen worden sei. Auch in Asien kommt es zu deutlichen Verlusten. Im
Fokus am Freitag steht die globale Konjunktur: In Japan fiel der Tankan-Bericht ernüchternd aus, in
China verlangsamte sich die Geschäftsaktivität. Der Einzelhandel zeigte den schwächsten Anstieg in
15 Jahren in China. Mit Spannung wird nun im Tagesverlauf auf die zahlreichen
Einkaufsmanagerindizes aus Europa und den USA geblickt. Belastend für die Märkte könnten auch
schlechte Nachrichten um den Brexit wirken. Die britische Premierministerin Theresa May dürfe kaum
auf erfolgreiche Nachverhandlungen hoffen, heißt es.

Rückblick: Wenig verändert - Zwischenzeitlich höhere Gewinne schmolzen im späten Geschäft wieder
ab. Gestützt wurde die Stimmung am frühen Nachmittag von der EZB. EZB-Chef Mario Draghi beendet
zwar wie erwartet die Anleihenkäufe, hat aber auch die Wachstums- und Inflationsprognosen nach
unten genommen. "Draghi hat sich ziemlich taubenhaft gegeben", sagte Ulrich Leuchtmann,
Devisenanalyst der Commerzbank. "Er hat den Schwerpunkt auf die Risiken gelegt und damit klar
gemacht, dass die EZB Gewehr bei Fuß steht, um bei einer weiteren Abschwächung einzugreifen", so
Leuchtmann. Gefragt waren vor allem die als konjunkturresistent geltenden Versorgerwerte. Ihr Index
zog um 1,3 Prozent an. Enel stiegen um 1,8 Prozent. Der Kurseinbruch beim schweizerischen
Vermögensverwalter GAM Holding beschleunigte sich weiter. Die Ankündigung eines "umfassenden
Restrukturierungsprogramms" mit entsprechenden Entlassungen klinge sehr negativ, sagten Händler.
Der Titel rauschte um 22 Prozent gen Süden.

DAX/MDAX/TECDAX

Wenig verändert - Die Stammaktien des Energieversorgers RWE stiegen um 1,9 Prozent auf 19,59 Euro.
RWE will die Vorzugsaktien nun in Stämme tauschen, die Vorzüge schossen deshalb um knapp 18 Prozent
auf 19,12 Euro in die Höhe. Eon stiegen im Schlepptau um 1,4 Prozent. BMW legten nach überraschend
guten Zahlen zum China-Absatz ebenfalls um 1,9 Prozent zu. Verlierer Nummer eins im DAX waren
Covestro. Der Kurs des Chemieunternehmens gab 2,6 Prozent ab. Die Analysten von HSBC hatten das
Kursziel deutlich gesenkt. In der zweiten Reihe kamen die Geschäftszahlen von Metro nicht gut an.
Der Kurs brach um 11 Prozent ein. Dagegen stiegen Leoni um 18 Prozent. Anlass war ein Bericht, der
indische Autokabelhersteller Motherson Sumi sei in Gesprächen mit Leoni über eine Fusion beider
Unternehmen. Tom Tailor knickten um 12 Prozent ein nach neuen Hiobsbotschaften. Der Modekonzern
muss massive Abschreibungen auf die Marke Bonita vornehmen und wird seine bereits gesenkte
Margenprognose für 2018 nicht erreichen.

XETRA-NACHBÖRSE

Die Aktie von Scout24 legte kräftig zu. Grund war ein Bericht der FT, wonach das MDAX-Unternehmen
einen Verkauf prüfe und damit verbunden einen Rückzug von der Börse. Als möglicher Interessent soll
unter anderem der Finanzinvestor Silver Lake gehandelt werden, hieß es. Die Aktie wurde 12,5
Prozent höher getaxt.

USA / WALL STREET

Uneinheitlich - Die Volatilität blieb hoch. Weiterhin bestimmten die Entwicklungen um den
Handelsstreit zwischen den USA und China das Geschehen. Die jüngste Ankündigung Chinas, Strafzölle
auf Autoimporte aus den USA zu senken und auch eine andere Politik einzuschlagen, nährte die
Hoffnung, dass es doch noch zu einer Lösung kommen könnte. Viele Akteure warteten aktuell jedoch
ab, da die weitere Richtung der Märkte schwer absehbar sei, hieß es. In der kommenden Woche könnte
zudem die US-Notenbank mit Zinsentscheidung und Aussagen zur Geldpolitik 2019 für Bewegung sorgen.
Im Vorfeld war die Neigung zu größeren Engagements daher nicht sehr ausgeprägt. General Electric
stiegen um 7,3 Prozent. Der Konzern gründet ein neues Internet-der-Dinge-Unternehmen und begibt
sich hierfür auf die Suche nach einem neuen CEO. Zugleich verkauft GE die Mehrheit am
Softwareunternehmen ServiceMax.

Wenig Bewegung gab es bei den US-Anleihen. Die Rendite zehnjähriger Papiere notierte kaum verändert
bei 2,91 Prozent.
14.12.2018 07:51:36

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             17:45   10.865,77        -58,93  -0,54 %
TecDAX                17:45   2.519,83         -27,40  -1,08 %
MDAX                  17:45   22.281,45        -199,32 -0,89 %
Euro Stoxx 50         17:50   3.092,60         -19,57  -0,63 %
Dow Jones             22:59   24.100,51        -496,87 -2,02 %
Nikkei 225            07:35   21.374,83        -441,36 -2,02 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 16:10):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
FRESENIUS SE & ...       42,01 EUR     0,64    +1,55 %
HEIDELBERGCEMEN...       54,40 EUR     0,22    +0,41 %
ALLIANZ SE VINK...       176,84 EUR    0,64    +0,36 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
CONTINENTAL AG ...       122,65 EUR    -2,95   -2,35 %
ADIDAS AG NAMEN...       195,50 EUR    -4,50   -2,25 %
FRESENIUS MEDIC...       60,16 EUR     -1,30   -2,12 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
FREENET AG NAME...       17,10 EUR     0,27    +1,57 %
DIALOG SEMICOND...       22,89 EUR     0,35    +1,55 %
TELEFONICA DEUT...       3,52 EUR      0,04    +1,21 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
ISRA VISION AG ...       24,85 EUR     -5,35   -17,72 %
AIXTRON SE NAME...       8,33 EUR      -0,66   -7,36 %
CANCOM SE INHAB...       30,82 EUR     -1,08   -3,39 %





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Erste Nachrichten von heute:

- 15:31:14 dpa-AFX: WDH 2/INTERVIEW/Klima-Ökonom Edenhofer: 'Es geht jetzt ans Eingemachte'
- 15:30:06 dpa-AFX: ROUNDUP 2: UN-Gipfel billigt Regelwerk zum Klimaschutz - Mehr Ehrgeiz angemahnt
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- 15:06:20 dpa-AFX: WDH/INTERVIEW/Klima-Ökonom Edenhofer: 'Es geht jetzt ans Eingemachte'
- 15:04:09 dpa-AFX: ROUNDUP 2/'HB': Bundesregierung senkt Prüfschwelle für Firmenübernahmen
- 15:02:31 dpa-AFX: VERMISCHTES/ROUNDUP: Polizei fasst mutmaßlichen Messerangreifer
- 14:52:30 dpa-AFX: INTERVIEW/Klima-Ökonom Edenhofer: 'Es geht jetzt ans Eingemachte'
- 14:51:45 dpa-AFX: VERMISCHTES: Keine weißen Weihnachten in Sicht
- 14:51:41 dpa-AFX: POLITIK: Länderchefs wollen Leistungskürzungen für bestimmte Asylbewerber


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Presseschau vom 16.12.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

SCOUT24 - Scout24 steht möglicherweise vor der Übernahme durch Finanzinvestoren und dem Rückzug von
der Börse. Wie die Financial Times unter Berufung auf Informanten berichtet, prüfen Investoren
einen Kauf des Unternehmens für möglicherweise mehr als 5 Milliarden Euro. Als Interessent soll
unter anderem der Finanzinvestor Silver Lake gehandelt werden, heißt es weiter. Für eine
Stellungnahme war bei Scout24 zunächst niemand zu erreichen. (Financial Times)

DEUTSCHE BAHN - Die Bundesregierung geht von steigenden Investitionen in den Schienenverkehr aus.
Nachdem sie im November den Bundesverkehrswegeplan um rund 30 Ausbauprojekte erweitert hatte,
rechnet das zuständige Bundesverkehrsministerium für die Jahre 2019 bis 2030 mit einem
"Gesamtbedarf an Bundesmitteln" von 32 Milliarden Euro. So geht es aus einer Antwort von
Verkehrsstaatssekretär Enak Ferlemann auf eine Kleine Anfrage der Grünen hervor, die der SZ
vorliegt. Opposition und Fachleute warnen schon jetzt vor einer Milliardenlücke. Nötig seien dafür
jährlich rund 3 Milliarden Euro im Bundeshaushalt, warnt Stephan Kühn, verkehrspolitischer Sprecher
der Grünen. Zur Verfügung stünden aktuell jedoch nur 1,65 Milliarden Euro. (SZ S. 13)

WIRECARD - Der Vorstandschef des Bezahldienstleisters Wirecard, Markus Braun, würde seinen Ende
2020 auslaufenden Vertrag gerne verlängern. Ich mache den Job jetzt seit knapp 20 Jahren und kann
mir vorstellen, ihn auch noch viele weitere Jahre auszuüben, sagte der Manager. Braun steht seit
dem Jahr 2002 als Vorstandschef an der Spitze des in Aschheim bei München sitzenden
Zahlungsdienstleisters und ist damit der am längsten amtierende CEO eines DAX-Unternehmens. Der
Wirecard-Aufsichtsrat hatte seinen Vertrag erst im vergangenen Jahr bis Ende 2020 verlängert. (HB
S.)

WÜRTH - Der Künzelsauer Schraubenhersteller Würth wird das zu Ende gehende Jahr mit Rekordwerten
sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn abschließen. "Wir haben sogar die ungewöhnliche Situation,
dass wir in allen Ländern ähnlich stark gewachsen sind. Das hatten wir noch nie", sagte Würth-Chef
Robert Friedmann. Das Ergebnis werde sogar leicht überdurchschnittlich steigen, fügte er hinzu.
Grund dafür sei die steigende Mitarbeiterproduktivität, die Jahr für Jahr zwischen 3 und 5 Prozent
zunehme. (Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten)

STEAG - Die kommunalen Eigentümer der Steag haben sich offensichtlich darauf verständigt, einen
Ausstieg einzelner beteiligter Stadtwerke ab Anfang 2020 zu ermöglichen. Die Steag gehört derzeit
über die Beteiligungsfirma KSBG den Stadtwerken Dortmund, Duisburg, Bochum, Essen, Oberhausen und
Dinslaken. Die Übernahme hatten die Stadtwerke teilweise über Kredite finanziert. Da die
Zinsbindung endet, stehen Verhandlungen mit den Banken an. Auch der Einstieg eines Investors gilt
als möglich. (Westdeutsche Allgemeine Zeitung)

BMW - Der Automobilkonzern BMW nutzt die Marketing-Expertise von Mercedes. Fünf Jahre führte Jens
Thiemer die Marke Mercedes mit Erfolg, doch Ende Juni warf er hin. Nun ist Thiemer wieder im
Geschäft - beim Mercedes-Erzrivalen BMW. Ab 1. Januar verantwortet er dort das Marketing der
Kernmarke. (Handelsblatt S. 18)

AIXTRON - Der TecDAX-Maschinenbauer Aixtron schreibt wieder schwarze Zahlen, nachdem die
kostspielige Entwicklungspipeline rigoros zusammengestrichen wurde. Jetzt sollen mehr und mehr
diversifizierte Endmärkte den Konzern nach vorn bringen. "Wir erwarten ein sehr starkes, aber auch
sehr robustes Wachstum in den nächsten Jahren", kündigte Aixtron-Vorstand Felix Grawert an. Vor
allem für die Leistungselektronik - Anwendungsgebiete sind E-Autos und erneuerbare Energien - will
das Unternehmen den Umsatz- und Marktanteil erheblich ausbauen. 2019 entscheidet sich zudem, ob
Aixtron mit der Herstellung von OLED-Bildschirmen ein zweites Standbein bekommt. (Börsen-Zeitung S.
13)

HUAWEI - Fast jeder zweite Sendemast in Deutschland wurde von der chinesischen Firma Huawei
aufgestellt. Eine Firma, über die man wenig weiß. Mit billigen Preisen und geschicktem Lobbying kam
Huawei zum Zug. Die Chinesen rekrutierten Ex-Manager der Konkurrenz und frühere Regulatoren.
Mancher ehemalige Regierungsbeamte bekam ein hoch dotiertes Angebot, einer erinnert es als
"unverschämt hoch". Während der NSA-Affäre waren die Huawei-Abgesandten besonders aktiv, sie warben
mit ihren Produkten, sie seien eine großartige Alternative zur US-Technik, die der amerikanische
Geheimdienst schamlos nutze, um die Deutschen auszuspionieren. Mancher in Berlin war skeptisch. Das
Verkaufsargument der Chinesen lautete: Wenn man ohnehin niemandem trauen könne, dann sei doch die
preiswerte chinesische Technik eine Alternative. Dabei galten die Chinesen durchaus als Risiko,
ihre Geheimdienste, davon waren die Deutschen überzeugt, haben es weniger auf politische
Informationen als auf wirtschaftliche Nuggets abgesehen. (SZ S. 3)

ZTE - Der chinesische Telekommunikationsausrüster ZTE verliert seinen größten Auftrag in
Deutschland: die Wartung des O2-Netzes. In der Not finden Gespräche über ein Großprojekt mit United
Internet statt - für einen trickreichen Plan. Ralph Dommermuth erwägt mit seiner Firma United
Internet zum Netzbetreiber aufzusteigen. Und dafür sucht er den passenden Partner. ZTE bietet sich
an. In Geheimgesprächen geht es darum, dass ZTE nicht nur die Wartung, sondern sogar den Bau des
Netzes übernehmen würde. United Internet würde das Netz leasen, wie das Handelsblatt erfuhr. Der
Plan birgt großes Konfliktpotenzial. Die Netzbetreiber Telekom, Vodafone und Telefónica sind
entschieden gegen einen neuen Wettbewerber. (Handelsblatt S. 16)

SPARKASSEN - "Fünf Landesbanken sind zu viel", sagte der Sparkassenpräsident Helmut Schleweis im
Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. Rund zwei Monate zuvor waren Spekulationen
aufgekommen, denen zufolge die Sparkassen über die Fusion einiger ihrer Spitzeninstitute
nachdächten. Das bestätigte er nun indirekt. (FAZ S. 21)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/kla

END) Dow Jones Newswires

December 14, 2018 00:42 ET (05:42 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.14.12.2018 06:42:27

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treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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