Raiffeisenbank Erding eG

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Der Boersen-Newsletter Ihrer Raiffeisenbank Erding eG - 21.11.2018

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Tagesausblick 21.11.2018:

+++++ FINANZMÄRKTE +++++

EUROPA

Ausblick: Nach dem schwachen Wochenauftakt zeichnen sich auch am Dienstag zur Eröffnung angesichts
negativer internationaler Vorgaben weiter nachgebende Kurse ab. Vor allem Technologie-Aktien stehen
unter Druck. Hier belastet nicht nur der Handelsstreit zwischen China und den USA, der gerade für
die global ausgerichteten Lieferketten im Tech-Sektor ein Problem ist, sondern auch die Sorge vor
einer nachlassenden iPhone-Nachfrage. Im einem Artikel des Wall Street Journal heißt es, Apple habe
die Produktion des iPhone XR nunmehr zum zweiten Mal verringert. In der vergangenen Woche hatten
mehrere Apple-Zulieferer ihre Ziele gesenkt und dies unter anderem damit begründet, dass ein
wichtiger Kunde Ordervolumina gekürzt habe. Der Kunde wurde zwar nicht namentlich genannt,
Beobachter vermuteten aber, dass es sich dabei um Apple handelt. Daneben drückt der anhaltende
Streit um den italienischen Haushalt 2019 auf die Stimmung der Börsenanleger genauso wie die
Unsicherheiten um den Brexit.

Rückblick: Die weiter bestehenden Risiken wie der Brexit, der Handelsstreit der USA und China und
der Haushaltskonflikt zwischen der EU und Italien belasteten. Hinzu kam im Verlauf eine schwache
Wall Street, worauf auch in Europa die Kurse stärker nachgaben. Renault stürzten um 8,4 Prozent ab,
nachdem CEO Carlos Ghosn in Japan verhaftet wurde wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung.
Telecom Italia legten dagegen um 4 Prozent zu. Die Ernennung des neuen, vom Aktivinvestor Elliott
gestützten CEO Luigi Gubitosi komme gut an, hieß es. In Paris brachen Vallourec um weitere 27,3
Prozent ein. Das Unternehmen hatte in der Vorwoche sehr schwache Geschäftszahlen vermeldet. Für
Salzgitter ging es in diesem Umfelad um 1,8 Prozent, für Thyssenkrupp um 1,9 Prozent abwärts.

DAX/MDAX/TECDAX

Schwach - Tagesverlierer im DAX waren Wirecard mit einem Minus von 6,9 Prozent. Die Aktie stand
einmal mehr mit der allgemeinen Schwäche des Technologiesektors unter Druck. Der Fall unter die
200-Tagelinie sorgte für zusätzliche Abgaben. SAP büßten 3 Prozent ein. Gegen den Trend gewannen VW
1,9 Prozent. Der Konzern hatte den Ausblick bestätigt. "Angesichts beträchtlichem Gegenwind ist das
positiv", so ein Händler auch mit Blick darauf, dass andere Autokonzerne ihre Gewinnerwartungen
gesenkt hatten. Grand City Properties steigerte in den ersten neun Monaten Einnahmen und Ergebnis,
äußerte sich aber im Ausblick etwas vorsichtiger. Die Aktie verlor 2,3 Prozent. Um 4,4 Prozent nach
oben sprangen Lotto24, nachdem Zeal Network ein Übernahmeangebot vorgelegt hatte. Mit einer dafür
notwendigen Kapitalerhöhung vor Augen fielen Zeal um 10 Prozent.

XETRA-NACHBÖRSE

Mit den negativen Vorgaben aus den USA gaben deutsche Aktien noch etwas weiter nach. Die
Siemens-Aktie kam mit dem Markt um 0,2 Prozent zurück und reagierte damit nicht negativ auf die
Nachricht, dass CEO Joe Kaeser in der kommenden Woche zu einer Konferenz des staatlichen
saudiarabischen Ölkonzerns Saudi Aramco reisen will. Lufthansa wurden ebenfalls nur geringfügig
schwächer gestellt, nachdem die Gewerkschaft Verdi für Dienstag zum Streik bei Eurowings und LGW in
Düsseldorf aufgerufen hatte. Die Morphosys-Aktie reagierte nicht auf die Nachricht reagiert, dass
der Lizenzpartner Jansen eine Phase-2-Studie mit Guselkumab zur Behandlung der entzündlichen
Hauterkrankung Hidradenitis Suppurativa, auch bekannt als Akne Inversa, gestartet hat.

USA / WALL STREET

Sehr schwach - Fehlende Fortschritte bei der Beilegung des Handelsstreits mit China, Zweifel an den
Ertragsaussichten speziell der Technologiebranche und ein düsteres Stimmungsbild aus der
US-Immobilienwirtschaft ließen die Anleger aus Aktien flüchten. Technologiewerte führten mit
Abgaben von durchschnittlich 3,8 Prozent die Verlierer an. Das Wall Street Journal hatte berichtet,
dass Apple die Produktion des iPhone XR abermals gekürzt habe und Cowen & Co warnte in einer
Studie, dass die Apple-Produktionskürzungen die Chiphersteller hart treffen würden, die ohnehin
schon mit einer geringen Nachfrage kämpften. Apple verloren 4 Prozent. Micron und Western Digital,
für die Cowen die Schätzungen gesenkt hatte, verbilligten sich um 6,6 Prozent und 3,2 Prozent.
Zweitschwächster Sektor waren Einzelhandelswerte mit durchschnittlichen Kursverlusten von 3,5
Prozent. Hier schienen die Anleger dem Weihnachtsgeschäft skeptisch entgegenzublicken, das
traditionell am Black Friday, dem Freitag nach dem Feiertag Thanksgiving, beginnt. Unter den
Einzelwerten verbilligten sich Take-Two Interactive Software um 7 Prozent. Auslöser war ein Bericht
der New York Post, der die Möglichkeit eines Zusammenschlusses von Take-Two mit CBS und Viacom
erörterte. CBS fielen um 4,4 Prozent und Viacom um 4,8 Prozent. Enttäuschende Daten vom
Immobilienmarkt und die Kursverluste an den Aktienmärkten verschafften dem Rentenmarkt etwas
Zulauf, der sich aber nach den deutlichen Aufschlägen der vergangenen Woche in Grenzen hielt. Die
Zehnjahresrendite sank um 1 Basispunkt auf 3,05 Prozent.
20.11.2018 07:31:42

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Vorgaben aus den Maerkten:

                      Zeit    Akt.Wert         Diff (abs. / %) 
Xetra-DAX             17:45   11.066,41        -178,13 -1,58 %
TecDAX                17:45   2.479,84         -46,86  -1,85 %
MDAX                  17:45   23.003,77        -403,92 -1,73 %
Euro Stoxx 50         17:50   3.116,07         -44,26  -1,40 %
Dow Jones             22:47   24.465,64        -551,80 -2,21 %
Nikkei 225            07:35   21.583,12        -238,04 -1,09 %



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Gewinner/Verlierer (Stand: 07:02):

DAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
BEIERSDORF AG I...       92,72 EUR     0,70    +0,76 %
CONTINENTAL AG ...       136,10 EUR    0,15    +0,11 %
DEUTSCHE TELEKO...       15,19 EUR     0,02    +0,10 %


DAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
COVESTRO AG INH...       47,20 EUR     -8,70   -15,56 %
WIRECARD AG INH...       129,60 EUR    -8,00   -5,81 %
DEUTSCHE BANK A...       8,15 EUR      -0,41   -4,80 %



TecDAX Gewinner
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
QIAGEN N.V. AAN...       29,88 EUR     0,12    +0,40 %
SARTORIUS AG VO...       114,30 EUR    0,20    +0,18 %
DEUTSCHE TELEKO...       15,19 EUR     0,02    +0,10 %


TecDAX Verlierer
                         Akt.Wert      Diff (abs. / %) 
NEMETSCHEK SE I...       99,55 EUR     -8,35   -7,74 %
WIRECARD AG INH...       129,60 EUR    -8,00   -5,81 %
RIB SOFTWARE SE...       11,72 EUR     -0,60   -4,87 %





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Erste Nachrichten von heute:



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Presseschau vom 21.11.2018:

Die wirtschaftsrelevanten Themen aus den Medien, zusammengestellt von Dow Jones Newswires.

DEUTSCHE BANK - Im Geldwäscheskandal der Danske Bank ist jetzt auch die Deutsche Bank in den Fokus
der Ermittler gerückt. Whistleblower Howard Wilkinson, der den vermutlich größten Geldwäscheskandal
in Europa aufgedeckt hat, erklärte am Montag vor einem parlamentarischen Untersuchungsausschuss in
Kopenhagen, dass bis zu 150 Milliarden Dollar über die US-Tochter einer großen europäischen Bank
gewaschen worden seien. Wilkinson, der die estnische Filiale der Danske Bank zwischen 2007 und 2014
leitete, wollte den Namen der europäischen Bank nicht nennen. Doch nach Angaben der
Nachrichtenagentur Bloomberg und weiterer Quellen soll es sich um die Deutsche Bank handeln.
(Handelsblatt S. 31/FAZ S. 24)

COMMERZBANK - Drei Jahre nach Einführung ihrer IT-Plattform Group Finance Architecture leistet sich
die Commerzbank nach wie vor einen Parallelbetrieb verschiedener Systeme, weil sie Investitionen
scheut, die nötig sind, um die alte Apparatur abzuschalten. Wann dies geschehe, sei eine "Frage der
Priorisierung", sagt Bereichsvorstand Jochen Sutor: "Ich würde gerne auch alte Systeme abschalten.
Aber wir richten die zur Verfügung stehenden Mittel momentan eher auf Digitalisierungsthemen und
Projekte aus, die auf unser Neugeschäft einzahlen." Nachdem die Commerzbank im August bei Vorlage
der Halbjahreszahlen ihr Kostenziel fürs laufende Jahr kassieren musste, dreht sie jeden Euro
zweimal um. (Börsen-Zeitung S. 3)

SAP - Der Softwarekonzern SAP setzt große Hoffnungen in die Künstliche Intelligenz und übernimmt
das Start-up Contextor, das auf Softwareroboter spezialisiert ist. Diese fassen mehrere
Arbeitsschritte zusammen, etwa im Callcenter. Solche Prozessautomatisierung ist in der IT-Branche
ein Thema mit wachsender Bedeutung. Der Marktforscher Gartner erwartet, dass der Umsatz auf 2,4
Milliarden Dollar im Jahr 2020 wächst. (Handelsblatt S. 20)

ENYWAY - Der Lichtblick-Gründer Heiko von Tschischwitz hat ein neues Start-up: Enyway will Menschen
über Solarpark-Anteile zu ihren eigenen Stromproduzenten machen. Schon mit ein paar Euro kann man
sich einkaufen. Doch bis das Stromkonzerne überflüssig macht, ist es ein langer Weg. (SZ S. 19)

DEPOSIT SOLUTIONS - Das Hamburger Fintech-Unternehmen Deposit Solutions, Betreiber einer
Open-Banking-Plattform für Einlagenprodukte sowie der Privatkundenportale Zinspilot und Savedo,
expandiert in die USA. Wie Gründer und Vorstandschef Tim Sievers im Gespräch ankündigt, ist der
Start der Open-Banking-Plattform und des B2C-Direktangebots im ersten Halbjahr 2019 geplant.
(Börsen-Zeitung S. 2)

MARC CAIN - Bei dem schwäbischen Bekleidungshersteller Marc Cain wird auch in Markenware bezahlt.
Dabei wurde offenbar manche Steuer vergessen. Auch sonst gab es ein paar seltsame Buchungen, dann
kam die Steuerfahndung. Doch Firmenchef Schlotterer fühlt sich im Recht. (SZ S. 17)

- Alle Angaben ohne Gewähr.

Kontakt zum Autor: unternehmen.de@dowjones.com

DJG/pi/kla

END) Dow Jones Newswires

November 20, 2018 00:17 ET (05:17 GMT)

Copyright (c) 2018 Dow Jones & Company, Inc.20.11.2018 06:17:28

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Boersenkalender - Termine des Tages:

CA Immobilien Anlagen AG: Bericht zum 3. Quartal 2018 - Bericht zum 3. Quartal
United Utilities Plc.: half year results - Veröffentlichung des Halbjahresberichtes
USA: Frühindikatoren Oktober 2018 - Wirtschaftsfrühindikatoren
Fyber N.V.: Q3 2018 - Bericht zum 3. Quartal
Pernod Ricard: Meeting of Shareholders - Ordentliche Hauptversammlung
IVU Traffic Technologies AG: Neunmonatsbericht 2018 - Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes
STS Group AG: Q3 - Bericht zum 3. Quartal
Kingfisher Plc.: Third Quarter trading update - Bericht zum 3. Quartal
Fastenal Company: Payment date - Zwischendividende Zahltag
Sage Group Plc.: FY18 Full Year Results - Veröffentlichung des Jahresberichtes
USA: Verkäufe bestehender Häuser Oktober 2018 - Verkäufe bestehender Eigenheime
UNIQA Insurance Group AG: Bericht zum 1.-3. Quartal 2018 - Veröffentlichung des 9-Monats-Berichtes
Spanien: Auftragseingänge der Industrie September 2018 - Auftragseingänge der Industrie
ThyssenKrupp AG: Bilanzpressekonferenz - Bilanzpressekonferenz
Kanada: Großhandelsumsätze September 2018 - Großhandelsumsätze
Deere & Co.: 4th Quarter 2018 Earnings Release Conference Call - Telefonkonferenz zum 4. Quartal
Niederlande: Verbrauchervertrauen November 2018 - Verbrauchervertrauensindex
Terna S.p.A.: Dividend payment - Zwischendividende Zahltag
Spanien: Umsätze der Industrie September 2018 - Umsätze der Industrie
u-blox ag: Analyst day - Finanz-Analystenkonferenz
USA: Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe - Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe
Johnson Matthey: Announcement of results for the half year ending 30th September 2018 - Veröffentlichung des Halbjahresberichtes
USA: Langlebige Wirtschaftsgüter Oktober 2018 - Langlebige Wirtschaftsgüter


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Die versendeten Informationen sind keine Anlageberatung. Sie dienen ausschließlich dem
Zweck, den Kunden in die Lage zu versetzen, eine selbstaendige Anlageentscheidung zu
treffen.
Quellen: vwd Vereinigte Wirtschaftsdienste GmbH
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